Arifur Rahman,

geb. 1984 in Bangladesch, Autodidakt, Karikaturist. Erste Veröffentlichung 2004, seitdem freiberuflicher Karikaturist, Beiträge in zahlreichen Zeitungen des Landes. 2006-08 diverse Auszeichnungen für Karikaturen, die sich kritisch mit Korruption auseinandersetzen. 2007 festangestellt, im September 2007 Veröffentlichung eines vierteiligen Cartoons, in dem ein Junge seine Katze Mohammed nennen soll. Proteste gegen ihn, Entlassung, Verhaftung, Fatwa und Folter folgen sowie mehrere Mordversuche seitens islamistischer Fundamentalisten während der Haft. Nachdem zunächst kein Anwalt bereit ist, ihn zu verteidigen, gelingt es der Rechtsanwältin Sara Hossain im März 2008, seine Freilassung vor Gericht zu erwirken. Arbeitslosigkeit, anonyme Arbeit als Comiczeichner. 2009 erneute Verhaftung und Verurteilung aufgrund derselben Anklage durch ein anderes Gericht, verurteilt zu zweimonatiger Haft sowie Geldstrafe. Lebt mit Hilfe durch Cartoonist rights network international und ICORN (International Cities of Refuge Network) seit Dezember 2010 in Drøbak, Norwegen. Letzte Auszeichnung: »Best online activism award« der Deutschen Welle (2015).


Beiträge von Arifur Rahman in folgenden Ausgaben: