Jazra Khaleed,

geb. 1979 in Grosny, Tschetschenien, Sohn einer Tschetschenin und eines Griechen, wohnt in Athen, wurde beim Poesiefestival Athen 2010 als Entdeckung gefeiert. Gerade dadurch, dass seine Wurzeln in einer anderen Kultur und Sprache liegen, bereichert er die griechische Poesieszene mit neuen Ideen und Rhythmen. Seine Lyrik ist eine Anklageschrift gegen die Ungerechtigkeiten im heutigen Griechenland. Khaleed thematisiert darin die Lebensumstände der Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten. Er selbst versteht sich explizit als Fürsprecher dieser gesellschaftlichen Außenseiter. Khaleed ist Herausgeber des Literaturmagazins Teflon. Dort unter anderem veröffentlicht er seine eigenen Gedichte, Übersetzungen und Artikel. Er übertrug Gedichte von Keston Sutherland, Elfriede Jelinek und Ann Cotten, außerdem schreibt er Aufsätze über die unterschiedlichsten Themen (u. a. über die Poesie der Aborigines und über Hip-Hop). Seine Gedichte erschienen auf Englisch in World Literature Today, der Modern Poetry in Translation und Words Without Borders. Auf Deutsch kann man, zusätzlich zu den Übersetzungen, auf -
www.lyrikline.org hören, wie er seine Texte performt.