Konstantin Kavafis,

geb. 1863 in Alexandria. Kindheit und früheste Jugend (ab 1872) in England. 1977 Rückkehr nach Alexandria. Ab 1882 in Konstantinopel. Liest die Schriften griechischer Autoren der Antike und aus byzantinischer Zeit. Arbeitet nach einer kaufmännischen Ausbildung kurzzeitig als Makler an der Baumwollbörse. Wieder in Alexandria, ist Kavafis von 1889 bis 1922 Angestellter beim Amt für Wasserwirtschaft im Ministerium für öffentliche Bauten. Ab 1897 gibt er hin und wieder Gedichte von sich als Einblatt-Exemplare oder als von ihm zusammengestellte Sammlungen an Freunde und Bekannte. Kavafis verfügt genau, welche seiner Gedichte er über seinen Tod hinaus gelten lassen will, welche nicht, und welche im Archiv aufbewahrt bleiben dürfen; sein autorisiertes Werk besteht aus 154 Gedichten (1896–1933). Neben Gedichten schrieb Kavafis Artikel, Notate und Erzählungen, außerdem gibt es von ihm autobiographische Notizen und Schriften zur eigenen dichterischen Produktion. Kavafis starb Ende April 1933 in Alexandria, an seinem 70. Geburtstag. Der erste Band mit Kavafis’ Gedichten erschien in Griechenland erst zwei Jahre nach seinem Tod.
Die Tagebuchaufzeichnungen übersetzten wir aus: Konstantinos Kavafis, Peza (Prosa), Athen 1963, die »Unfertigen Gedichte« aus: Konstan-tinos Kavafis, Ateli Poiimata (Unfertige Gedichte), Athen, 1994; und die Zitate, die sein Freund Timos Malanos (1897–1984) überliefert hat, übersetzten wir aus: Timos Malanos, O Kavafis elege (Kavafis sagte), Athen 1986.