Menelaos Ludemis,

geb. 1912 im Dorf Agia Kiriaki als Dimitrios Valassiadis. Erste Veröffent-lichung von zwei Gedichtbänden 1927 und 1928. 1934 Veröffentlichung seiner Erzählung Eine Nacht mit vielen Lichtern unter einer Stadt mit vielen Sternen. Einer der bedeutendsten linken Prosa-Schriftsteller Griechenlands zwischen den 30er und 50er Jahren. Wurde ab den 30er Jahren bis zu seinem Tod 1977 mit vielen Preisen geehrt. Ludemis engagiert sich während der deutschen Besatzungszeit aktiv in der linken EAM--Bewegung. Während des nachfolgenden Bürgerkriegs wird er festgenommen, wegen Landesverrats zum Tode verurteilt, stattdessen dann aber in die Konzentrationslager von Makronisos und Ai Stratis verbannt, wo u. a. auch Jannis Ritsos und Mikis Theodorakis inhaftiert waren. 1958 wird er wegen seines Buches Vourkomenes Meres – Aufrührerische Tage angeklagt, seine Bücher werden verboten. Nach der Gerichtsverhandlung emigriert er nach Bukarest. 1967 wird ihm von der Junta die griechische Staatsbürgerschaft aberkannt. 1976 wird sie ihm wieder zuerkannt, und er kehrt nach Griechenland zurück. Ludemis stirbt 1977 an einem Herzinfarkt. Sein Werk umfasst 47 Bücher. Das hier übersetzte Gedicht stammt aus dem Lyrikband: Menelaos Ludemis, Kravgi sta perata (Schrei am Ende der Welt), Athen 1954.