Mohamed Boualem Benchicou,

geb. 1952 in Miliana (Algerien) . B. gehörte zu den Publizisten, die die 1988 errungene Öffnung des Medienmarkts für unabhängige private Zeitungen vorantrieben. 1992 gründete er mit Saïd Mekbel Le Matin. Die Tageszeitung trat engagiert gegen Islamismus ein und war während des Bürgerkriegs mehrfach tödlichen Attentaten ausgesetzt. Le Matin wandte sich gegen die von Präsident Bouteflika initiierte Politik der nationalen Versöhnung und wurde 2001 zum Sprachrohr der kabylischen Bürgerbewegungen. Nachdem er 2004 mit einem Buch die Wiederwahl Bouteflikas verhindern wollte, wurde er unter dem Vorwand illegaler Finanzoperationen zu einer Haftstrafe verurteilt, seine Zeitung verboten. Seit seiner Entlassung 2006 ist er vor allem als erfolgreicher Buchautor tätig. Journalistische Beiträge veröffentlicht er in einem Blog sowie unter lematindz.net. 2006 erhielt er den Barbara Goldsmith Freedom to Write Award des Internationalen PEN.
Bücher [Auswahl]: Bouteflika, une imposture Algérienne (2004); Les géôles d’Alger (2007); Le mensonge de Dieu (2011); Le dernier soir du dictateur (2011); La parfumeuse: la vie occulée de madame Messali Hadj (2012); La mission (2014).
Vorliegender Text aus: Les Géôles d’Alger, INAS éditions, Alger 2007.


Beiträge von Mohamed Boualem Benchicou in folgenden Ausgaben: